Die KTQ-Selbstbewertung
Der erste Schritt zum » KTQ-Zertifikat ist die Erstellung einer Selbstbewertung des Qualitätsmanagementsystems durch die Einrichtung. Grundlage hierfür ist das jeweilige KTQ-Manual, in dem alle notwendigen Schritte erläutert sind und das den KTQ-Katalog mit allen zu bearbeitenden Fragen zu den Leistungen, Prozessabläufen und zum Qualitätsmanagement enthält. Jedes KTQ-Manual hat in einer umfangreichen Testphase seine Zweckmäßigkeit bewiesen und orientiert sich an Versorgungsabläufen, die alle Berufsgruppen, Hierarchieebenen und Bereiche einer Einrichtung umfassen.
Über die KTQ-Kategorien werden in der Selbstbewertung die QM-Maßnahmen in den Bereichen Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Führung und Qualitätsmanagement dargestellt. Diese Ist-Analyse stellt eine Standortbestimmung dar. Das Ergebnis dieser Analyse im Vergleich zu den Fragen des KTQ-Kataloges zeigt die eigenen Stärken und Verbesserungspotenziale auf. Die Chance auf den Erhalt des » KTQ-Zertifikats wird durch die Bearbeitung der Selbstbewertung erkennbar. Nun kann von den Verantwortlichen entschieden werden, ob sie direkt die KTQ-Zertifizierung beantragen oder zunächst noch Projekte zur Verbesserung der Prozessabläufe durchführen.
Für die Zertifizierung ist ein Selbstbewertungsbericht zu erstellen, der Aussagen zu allen zutreffenden Kriterien eines KTQ-Kataloges enthält. Für Kriterien, die für eine Einrichtung nicht zutreffen, ist mit einer entsprechenden Begründung eine sogenannte Adjustierung der Punktzahl möglich.
Die KTQ-Selbstbewertung ist also nicht direkt an eine nachfolgende KTQ-Zertifizierung gebunden und kann vollkommen unabhängig zur Standortbestimmung oder Analyse durchgeführt werden.
Für Fragen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung der Fremdbewertung empfehlen wir die jeweiligen KTQ-Manuale (in denen die Kataloge enthalten sind) zu Rate zu ziehen. Dort sind alle Abläufe zur Zertifizierung beschrieben.

